Turkana Land, ein verborgenes Juwel am Jademeer

Turkana Land: Willkommen zurück Zuhause!

Vorgeschichte

Am 20.04.2015 erhielt ich eine Mail, in der mich Hardy Fiebig, ein Freund aus Köln und „Honorary Ambassador for Tourism Republic of Kenya“ im Namen des Tourismusministers von Turkana, Hon. Lynus E. Ebenyo, zu einem Familiarization Trip in den unbekannten Nordwesten Kenias eingeladen hat. WOW!

Wir hatten uns bei der ITB in Berlin getroffen. Doch dass jetzt tatsächlich die Einladung kam: damit hätte ich nicht gerechnet.

Allzu viel wusste ich nicht über Turkana Land. Ich wusste, dass es einen wunderschönen See gleichen Namens gibt. Dass dieser See früher Rudolfsee genannt wurde. Ich hatte Bilder und Dokus darüber gesehen. Und dass der See wegen seiner Farbe auch Jademeer genannt wird. Das klingt nach einem Schatz. Und den habe ich auch mit nach Hause gebracht: Erfahrungen, Erlebnisse, Begegnungen mit Menschen, wie sie eindrücklicher nicht sein könnten.

 

Die Reise

 

Kenia, Turkana Land, Reise

Der komplette Fam-Trip im Turkana Land: aufgenommen mit meinem Garmin

Die Gruppe besteht – vorerst – aus fünf Personen: Hardy, der den Trip leitet, Angelika, Lawrence, Steffi und mir. Wir treffen uns am Morgen des 31. Mai 2015 am Domestic Terminal des „Jomo Kenyatta International Airport (JKIA)“ in Nairobi.

 

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Treffen am JKIA in Nairobi: Steffi, Angelika, Lawrence, Hardy (v.l.n.r.)

 

Mittags landen wir in Lodwar, Hauptstadt von Turkana County, der zweitgrößten Provinz Kenias. Und wir werden schon erwartet:

 

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Das Empfangskomitee: uns zu Ehren wird getanzt.

 

Nach dem offiziellen Teil verschwinden unsere Taschen in einem der beiden Allrad-Jeeps und schon sind wir unterwegs. Es geht Richtung Süden. Zum South Turkana National Reserve. Und unterwegs Zeit für ein Picknick – mit Helden.

 

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Helden beim Picknick.

 

South Turkana National Reserve

 

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Mbaka vom KWS (Kenya Wildlife Service) erwartet uns schon mit seinen Rangern. Rechts Shemmy Ekuwom.

 

Wir werden auf der gesamten Reise von Vertretern des Turkana County Governments begleitet – und umsorgt: vor allem von Shemmy Ekuwom, die County Direktorin für Tourismus und James Lokwale, County Direktor für Handel, Industrialisation & Unternehmensentwicklung.

Im National Reserve angekommen geht es auch gleich zum Game Drive. Nach der staubigen Straße ist das Grün eine echte Erholung und schon bald vergessen wir die Schlaglöcher und staunen nur über diese Landschaft. Doch ich bin sicher, Bilder sagen hier mehr als Worte:

 

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Im South Turkana National Reserve.

 

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Die Sonne steht schon tief …

 

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… und der Mond ist bereits aufgegangen.

 

Elefanten sehen wir heute leider nicht mehr. Es ist bereits dunkel, als wir den Park verlassen. Wir beschließen, am nächsten Tag ganz früh auszustehen, um die Fahrt durch das geschützte Gebiet fortzusetzen.

 

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Bei Sonnenaufgang sind wir bereits unterwegs.

 

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Überall hängen die Nester von Webervögeln.

 

Wir sehen tatsächlich Elefanten. Doch leider sind sie zu scheu und schnell im Gebüsch verschwunden, um sie zu fotografieren. Dafür finden wir einen Elefantenfriedhof.

 

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Ausgebleichte Elefantenknochen.

 

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Frühstück im ausgetrockneten Flussbett.

 

Die „Standing Stones“ bei Lokori

Einer der interessantesten archäologischen Plätze im Turkana Land sind die Standing Stones bei Lokori. Wir werden von den Ältesten erwartet, die uns gerne ihre Geschichte der Steine erzählen, die davon handelt, dass eine alte Frau mit alten Kleidern gerne im Kreis des Stammes mittanzen wollte. Sie schämte sich aber, hatte Angst davor, ausgelacht zu werden. Alle versprachen, nicht zu lachen – und sie tanzte mit. Niemand hielt Wort und alle lachten. Dafür wurden sie zur Strafe in einen der heute noch dort stehenden Steine verwandelt wurde. Dagegen klingt das, was die Archäologen über diesen Ort sagen, fast banal: dass es sich hier um Gräber handelt, die mehr als 2.000 Jahre alt sind.

 

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Die Ältesten von Lokori …

 

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… erzählen alle …

 

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… nacheinander …

 

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… die Geschichte …

 

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… der Stehenden Steine.

 

Nun sind die Jungen an der Reihe: sie tanzen für uns! Keines der Fotos kann wiedergeben, was ich in diesen Augenblicken fühle. Ein Farbenrausch der Kostüme und des Schmucks, den die Frauen tragen. Stampfende Füße, klatschende Hände und ein Gesang, den ich nie vergessen werde.

 

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Die Fahrt nach Lodwar – auf der sehr schlechten Straße – dauert lange. Doch alle reden über die heutigen Erlebnisse. Es war ganz schön viel für einen Tag. Und ich verrate es gleich jetzt: es wird so bleiben.

Das Friedensdenkmal von Lokiriama

Am nächsten Morgen, es ist Dienstag, kommt Jeroen an. Jetzt ist unsere Gruppe komplett. Heute bekommen wir den zentralen Westen von Turkana Land zu sehen. Wir fahren fast bis zur Grenze von Uganda. Durch ausgedehnte Sandflüsse. Ich stelle mir die ganze Zeit vor, wie es hier aussehen muss, wenn es stark regnet und die Flüsse voller Wasser sind.

 

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Sandflüsse, so weit das Auge reicht.

 

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Häuser der Turkana …

 

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… und ihre wertvollen Nutztiere.

 

Unterwegs kommen wir an den Loima Hills vorbei. Ich kann mir vorstellen, dass dies einmal ein Kletterparadies werden kann.

 

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Ein Teil der Loima Hills – ein zukünftiges Paradies für Kletterer?

 

In Lokiriama angekommen, erfahren wir die Geschichte des Friedensabkommens zwischen dem Volk der Turkana aus Kenia, den Nyagatong aus Äthiopien, den Karamanjong aus Uganda und den Toposa aus dem Südsudan. Diese Stämme führten vor vielen Jahren einen langandauernden und blutigen Krieg – bis 1973 ein bis heute andauerndes Friedensabkommen geschlossen wurde.

Ich stehe vor dem Denkmal, das an dieses Friedensabkommen erinnert: hier wurden die Waffen begraben, mit denen man sich vorher bekämpft hatte. Und ich frage mich: warum geht das hier und nicht auch anderswo auf der Welt?

Alljährlich findet seitdem im September ein großes Friedensfest statt, zu dem tausende Menschen aus den betreffenden Ländern hier zusammenkommen und mehrere Tage gemeinsam feiern.

Ich wünsche mir, dass die jungen Leute, die hier traditionell leben und gleichzeitig mit den „Errungenschaften“ der modernen Welt konfrontiert sind, sich diese Haltung bewahren können.

 

In Lokiriama angekommen, erfahren Sie die Geschichte des Friedensabkommens zwischen dem Volk der Turkana aus Kenia, den Nyamatong aus Äthiopien, den Kalamanhora aus Uganda und den Toposa aus dem Südsudan. Diese Stämme führten vor vielen Jahren einen langandauernden und blutigen Krieg – bis 1973 ein bis heute andauerndes Friedensabkommen geschlossen wurde. Sie besuchen das Denkmal, das an dieses Friedensabkommen erinnert: hier wurden die Waffen begraben, mit denen man sich vorher bekämpft hatte. Alljährlich findet seitdem im September ein großes Friedensfest statt, zu dem tausende Menschen aus den betreffenden Ländern hier zusammenkommen und mehrere Tage gemeinsam feiern.

 

In Lokiriama angekommen, erfahren Sie die Geschichte des Friedensabkommens zwischen dem Volk der Turkana aus Kenia, den Nyamatong aus Äthiopien, den Kalamanhora aus Uganda und den Toposa aus dem Südsudan. Diese Stämme führten vor vielen Jahren einen langandauernden und blutigen Krieg – bis 1973 ein bis heute andauerndes Friedensabkommen geschlossen wurde. Sie besuchen das Denkmal, das an dieses Friedensabkommen erinnert: hier wurden die Waffen begraben, mit denen man sich vorher bekämpft hatte. Alljährlich findet seitdem im September ein großes Friedensfest statt, zu dem tausende Menschen aus den betreffenden Ländern hier zusammenkommen und mehrere Tage gemeinsam feiern.

 

In Lokiriama angekommen, erfahren Sie die Geschichte des Friedensabkommens zwischen dem Volk der Turkana aus Kenia, den Nyamatong aus Äthiopien, den Kalamanhora aus Uganda und den Toposa aus dem Südsudan. Diese Stämme führten vor vielen Jahren einen langandauernden und blutigen Krieg – bis 1973 ein bis heute andauerndes Friedensabkommen geschlossen wurde. Sie besuchen das Denkmal, das an dieses Friedensabkommen erinnert: hier wurden die Waffen begraben, mit denen man sich vorher bekämpft hatte. Alljährlich findet seitdem im September ein großes Friedensfest statt, zu dem tausende Menschen aus den betreffenden Ländern hier zusammenkommen und mehrere Tage gemeinsam feiern.

 

In Lokiriama angekommen, erfahren Sie die Geschichte des Friedensabkommens zwischen dem Volk der Turkana aus Kenia, den Nyamatong aus Äthiopien, den Kalamanhora aus Uganda und den Toposa aus dem Südsudan. Diese Stämme führten vor vielen Jahren einen langandauernden und blutigen Krieg – bis 1973 ein bis heute andauerndes Friedensabkommen geschlossen wurde. Sie besuchen das Denkmal, das an dieses Friedensabkommen erinnert: hier wurden die Waffen begraben, mit denen man sich vorher bekämpft hatte. Alljährlich findet seitdem im September ein großes Friedensfest statt, zu dem tausende Menschen aus den betreffenden Ländern hier zusammenkommen und mehrere Tage gemeinsam feiern.

 

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In Lokiriama angekommen, erfahren Sie die Geschichte des Friedensabkommens zwischen dem Volk der Turkana aus Kenia, den Nyamatong aus Äthiopien, den Kalamanhora aus Uganda und den Toposa aus dem Südsudan. Diese Stämme führten vor vielen Jahren einen langandauernden und blutigen Krieg – bis 1973 ein bis heute andauerndes Friedensabkommen geschlossen wurde. Sie besuchen das Denkmal, das an dieses Friedensabkommen erinnert: hier wurden die Waffen begraben, mit denen man sich vorher bekämpft hatte. Alljährlich findet seitdem im September ein großes Friedensfest statt, zu dem tausende Menschen aus den betreffenden Ländern hier zusammenkommen und mehrere Tage gemeinsam feiern.

Das Dorf.

 

Turkana Basin Institute (TBI)

Nachdem wir im Dorf waren und die Bewohner uns ihre Häuser gezeigt haben, steuern wir unser Ziel für den späten Nachmittag an. Nach so viel Kultur wird es wissenschaftlich. Wir fahren zum Turkana-Basin Institute (TBI), das von dem weltberühmten Paläoanthropologen Richard Leakey initiiert wurde. Dort – in der Nähe des Turkana Sees und unmittelbar am Turkwel River – wurden fossile Schädel etc. von Homo habilis und Homo erectus gefunden. Internationale Forscher und Studenten arbeiten auf dem ausgedehnten Gebiet und suchen nach weiteren aufschlussreichen Fossilien.

Wir kommen rechtzeitig zum Sonnenuntergang über dem Turkwel River. Heute ist Vollmond, in dessen Schein wir nach einem ausgezeichneten Abendessen den Tag Revue passieren lassen und den Blick auf die beindruckende Szenerie genießen. Trotzdem kann ich es kaum erwarten, in den Bungalow zu kommen. Normalerweise übernachten hier die Forscher. Heute haben wir die Ehre – und da es extrem heiß ist, stehen die Betten auf der Veranda, umgeben von einem Moskitonetz, das uns vor ungebetenen stechenden Plagegeistern schützt. Ein wahrer Traum.

 

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Sonnenuntergang über dem Turkwel River.

 

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Traumhafte Schlafgelegenheit.

 

Hier geht es zur Fortsetzung des Berichtes:

Turkana-Land, ein verborgenes Juwel am Jademeer – 2

 

Vielleicht hat ja jetzt schon jemand Lust bekommen, sich Turkana Land selbst anzusehen? Hier gibt es weitere Infos zu Reisen nach Kenia und insbesondere Turkana-Land.

 

2 Kommentare

Gabi

vor 4 Jahren

ein wunderbarer bericht, beeindruckende bilder und geschichten, da geht einem das herz auf für afrikas landschaft und seine menschen! danke sehr, Barbara!

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Huebscher

vor 4 Jahren

Liebe Gabi, genau so habe ich es erlebt: die Menschen, die Landschaft, die Natur in Turkana. Der zweite Teil folgt so schnell wie möglich. Liebe Grüße, Barbara

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