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Zu einer Hochzeit nach Burundi

Die Einladung

Ich hatte Boniface Ende Juli 2013 bei meiner ersten Reise nach Burundi kennengelernt. Damals war er Hotelmanager im Karera Beach Hotel in Bujumbura.  In diesem Hotel direkt am Tanganjikasee habe ich damals die ersten drei Tage und Nächte verbracht, bevor ich eine Rundreise durch das “Beating Heart of Africa” unternommen habe und dabei dieses kleine Land so liebgewonnen habe.

Aus dieser kurzen Bekanntschaft ist eine echte Freundschaft entstanden. Und irgendwann hat er mir erzählt, dass er seine große Liebe gefunden hat. Relativ schnell war für ihn klar, dass er Nadège heiraten will. Im November 2014 war ich wieder in Burundi. Zwischen einem Bootsausflug nach Tansania und dem aufregenden  Gorilla-Trekking im Kahuzi-Biéga Nationalpark im Kongo war ich einige Tage in Bujumbura und konnte es kaum erwarten, Boniface wiederzusehen und Nadège kennenzulernen. Wir hatten uns für den Nachmittag des 4. November verabredet. Und es gab so vieles zu erzählen, dass wir kaum merkten, wie die Zeit verging. Doch eines war nicht zu übersehen: die beiden gehörten zusammen, waren und sind ein wunderschönes Paar.

 

Burundi: Boniface und Nadège

Boniface und Nadège

Gorilla-Trekking im Kahuzi-Biéga Nationalpark

Gorilla-Trekking im Kahuzi-Biéga Nationalpark im Kongo (DRC)

Unterwegs zur Grenze von Ruanda

Wir verlassen die Hauptstadt Burundis und fahren von Bujumbura aus am frühen Nachmittag Richtung Nordwesten. Wir, das sind Valentin und ich.

Ihn hatte ich im letzten Jahr kennengelernt, als ich zum ersten Mal in Burundi war und das Land erkunden wollte. Als Chef der Akeza Discovery Tours hatte er mir ein sehr gutes Angebot für eine Rundreise gemacht.

Heute vermittle ich seine Reisen und deshalb hatte er mir den Vorschlag für den Ausflug zu den Gorillas gemacht.

Zunächst ist die Straße sehr schlecht. Wir müssen hunderten von Schlaglöchern ausweichen, so dass wir nur langsam vorankommen. Die Zeit drängt: die Grenze zur Demokratischen Republik Kongo (DRC) schließt pünktlich um 18:00 Uhr.

Doch zunächst müssen wir noch die Aus- und Einreiseformalitäten an der Grenze zu Ruanda erledigen, denn um nach Bukavu in der DRC zu kommen, muss man etwa 50 km durch Ruanda fahren.

Das alles geht erstaunlich schnell, doch wir werden es heute wohl nicht mehr schaffen, unser gebuchtes Hotel in Bukavu zu erreichen.

Der nette Polizist an der ruandisch-kongolesischen Grenze gibt uns den Tipp, im „Motel Ruzizi 2“ zu übernachten. Das liegt ganz nahe an der Grenze – und essen können wir dort auch. Lachen müssen wir, als später der gleiche Polizist – nun in zivil – im Restaurant auftaucht.

Bootsfahrt auf dem Tanganjikasee zum Schimpansen-Trekking im Gombe Nationalpark

Mit dem Boot von Burundi nach Tansania zu unseren nächsten Verwandten, den Schimpansen

Wieder einmal bin ich in Burundi, dem kleinen ostafrikanischen Land, das ich so liebe.

Dieses Mal werde ich von Valentin begleitet, mit dem ich zukünftig zusammenarbeiten will. Er hatte mir vorgeschlagen, den Ausflug zu den Schimpansen zu unternehmen.

Ein Pygmäendorf in Burundi und mein Versprechen zu helfen

Ich bin zum ersten Mal in Burundi und alleine unterwegs.

Es ist Ende Juli 2013. Weil ich dieses kleine Land im Osten Afrikas näher kennenlernen will, suche ich mir einen Guide. Steve, ein junger Mann mit ausgezeichneten Englischkenntnissen, wird mich begleiten. Die Rundreise erfolgt im Uhrzeigersinn, d. h. zuerst fahren wir nordwärts, auf der Straße, auf der ich aus Ruanda gekommen bin.

Steve erzählt mir unterwegs einiges über die Pygmäen und ihr Dorf Busekera (Nähe Bugarama), das unsere erste Station sein wird.

Die richtige Bezeichnung für diese Volksgruppe ist Batwa. Einst Urbevölkerung, macht ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung in Burundi heute nur etwa 1 bis 2 % aus. In den umliegenden Ländern Ruanda, Uganda und DRC ist ihr Bevölkerungsanteil ähnlich gering.

Sie sind ausgegrenzt, diskriminiert und leben in großer Armut. Einst waren sie Jäger und Sammler, wussten alles über den Regenwald und sein Ökosystem.

Infolge des Bevölkerungswachstums wurde immer mehr Wald gerodet. Damit wurde ihre Lebensgrundlage immer weiter beschnitten, so dass sie nun als Landarbeiter oder Kleinstbauern ihr Leben fristen oder sich ihren kargen Lebensunterhalt mit Töpferei verdienen.

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