Mein Lieblingsland Burundi und ein Reisecrashkurs als E-Book

Reisecrashkurs als E-Book

Vor einiger Zeit erhielt ich eine Mail von einem (mir bis dahin noch unbekannten) Reiseblogger. Kilian ist sein Name und sein Blog heißt „ReiseinsiderTipp“. Und das hat er mir geschrieben:

Über Andres Blog bin ich auf deine Geschichten über Afrika gestoßen. Toll, finde ich sehr cool dass du darüber schreibst, denn darüber habe ich nur sehr wenige Informationen gefunden.

Ich bin Kilian von http://reiseinsidertipp.de/ und erstelle gerade ein kostenfreies Reisetraining für meine Leser. Dazu schreibe ich ein eBook in dem Blogger jeweils ihr Lieblingsland vorstellen.

Ja und bei Afrika würde mich deine Teilnamen sehr freuen. Hast du grundsätzlich Lust mitzumachen?

Konkret geht es um die Beantwortung von drei Fragen. Ziel ist es, den Lesern Lust auf das Land zu machen und persönlich darüber zu berichten. Sie sollen sich bei der Reiseplanung einfach leichter tun in der Länderauswahl.
Hier die drei Fragen:
1. Welche drei Besonderheiten zeichnen dein Lieblingsland besonders aus?
2. Was sollte ich in diesem Land unbedingt erleben?
3. Welchen konkreten Tipp hast du für Backpacker, die hier zum ersten Mal reisen?

Klar hatte ich Lust mitzumachen. Darüber, was mein Lieblingsland ist, musste ich auch nicht lange nachdenken: My beautiful Burundi!

Lediglich Tipps für Backpacker konnte ich keine beisteuern. Aber dafür habe ich mir einen anderen Tipp einfallen lassen.

Und das ist dabei herausgekommen: +20 bombige Reiseländer und wie du deine drei Traumziele herausfilterst (Kann auch gerne heruntergeladen werden!)

 

Und hier noch einmal mein Beitrag mit einigen Fotos (mehr):

 

Das solltest du in Burundi unbedingt erleben:

Wenn du dich Bujumbura, der Hauptstadt von Burundi näherst, wirst du irgendwann am Horizont etwas Flirrendes, etwas Dunstiges wahrnehmen. Und kommst du näher, stellst du fest, dass da ein großes Wasser ist. Und dann willst du wahrscheinlich nicht mehr weg von diesem „See“ genannten Binnenmeer, dem Tanganjikasee.

Du wirst überwältigt sein von diesem längsten See der Erde. Erst recht, wenn du dann am wunderschönen Sandstrand dieses tiefsten Sees von Afrika stehst, umgeben von einer hügeligen Landschaft und am Horizont kannst du die Berge im Kongo erkennen.

 

Tanganjikasee, Burundi,

Groß wie ein Meer – der Tanganjikasee. Und im Hintergrund die Berge es Kongos.

 

Burundi: Der Tanganjikasee - direkt vor meinem Hotel.

Der Tanganjikasee – direkt vor meinem Hotel.

 

Bujumbura liegt unmittelbar am Tanganjikasee und ist eine überschaubare, jedoch sehr quirlige Stadt, die ganz ohne Ampeln auskommt. Das gilt für ganz Burundi. Auch Verkehrsschilder sieht man nicht allzu häufig – beachtet würden sie ohnehin nicht. Dennoch funktioniert der Verkehr ohne nennenswerte Störungen oder Unfälle.

 

Burundi: Panorama in Bujumbura

Ein zentraler Platz in Bujumbura: der Verkehr funktioniert auch ohne Ampeln.

 

In Burundi wirst du Afrikas Big Five vergeblich suchen. Doch das Land hat einige wunderbare Nationalparks und Naturreservate, die (noch) nicht viele Besucher zu verzeichnen haben. Und dort kann man Hippos, Büffel, evtl. Krokodile oder exotische Vögel beobachten.

 

Burundi: Hippos im Rusizi Nationalpark

Hippos im Rusizi Nationalpark.

 

Das wertvollste jedoch, das Burundi zu bieten hat, sind seine Menschen. Die meisten sind wirklich arm, sichern sich beispielsweise ihre Existenz mit einem Fahrrad, mit dem alles transportiert wird, was man benötigt oder womit man Geld verdienen kann.

Doch fast jeder spricht dich auf der Straße an, begrüßt dich herzlich. Will wissen, woher du kommst, wie es dir geht, ob dir Burundi gefällt. Und schenkt dir ein Lächeln, schüttelt dir die Hand. Hilft dir, den Weg zu finden oder bei einer Panne.

Freundlichkeit und Lebensfreude: das ist es, was du hier findest – gepaart mit einer Prise Neugier! Denn als Weiße(r) fällst du hier noch immer auf, bist nicht alltäglich im Straßenbild.

Burundi: Zu Besuch auf dem Land

Die beiden wollen wissen, woher ich komme, wie es mir geht und wie mir Burundi gefällt.

 

Das solltest du in Burundi unbedingt erleben:

Das absolute Muss und kultureller Höhepunkt einer Reise durch Burundi ist ein Besuch bei den „Gishora Sacred Drums“!

Lass dir von dem Ältesten des Dorfes die Geschichte des ehemaligen Königs und der beiden heiligen Trommeln Ruciteme und Murimirwa erzählen.

Erlebe anschließend eine Vorführung der Trommler. Dann wirst du wissen, warum Burundi auch „The Beating Heart of Africa“ genannt wird.

 

Ruciteme, Murimirwa, Gishora, Burundi Trommler

Er weiß alles über Ruciteme und Murimirwa, die heiligen Trommeln.

 

Burundi: Heilige Trommeln

Schon die Kleinen trommeln begeistert mit.

 

Burundi: Gishora Sacred Drums - und Drummers

Gishora Sacred Drums – und Drummers.

 

Der kulinarische Höhepunkt ist auf jeden Fall Mukeke. Das ist ein Fisch, den es nur im Tanganjikasee gibt und geschmacklich ein wenig an Makrele erinnert. Du solltest ihn gegrillt essen, dazu frittierte Kochbananen und ein Primus – so heißt das burundische Nationalbier – trinken.

Wundere dich nicht, wenn du gefragt wirst, ob du das Bier kalt oder warm trinken möchtest. Viele Burundier haben keine Kühlmöglichkeit und sind daher gewohnt, Bier warm zu trinken.

Und wenn wir schon beim Essen sind, musst du unbedingt eines der einheimischen Lokale ausprobieren.

Es gibt dort keine Speisekarte, sondern entweder steht alles, was es zum Lunch gibt, auf einem Buffet und du kannst dir aussuchen, was du essen willst.

Oder – in der anderen Variante – wird dir am Tisch aufgezählt, was heute gekocht wurde. Du kannst dann sagen, was du möchtest. Und seid ihr zu mehreren, werden die Speisen auf großen Tellern serviert: einer für Reis, ein anderer für Bohnen usw. Man nimmt sich dann von den Tellern – mit den Fingern.

 

Mein Tipp für dich:

Bujumbura hat zwar einen internationalen Flugplatz, aber es ist viel schöner, sich der Stadt mit dem Bus zu nähern, am besten von Kigali aus, der Hauptstadt von Ruanda. In Kigali gibt es – wie wohl in jeder afrikanischen Stadt – einen großen Busbahnhof.

 

Ruanda: Busbahnhof in Kigali

Busbahnhof in Kigali

 

Am besten nimmt man einen Bus der „Volcanoes Transport Company“. Die sind immer pünktlich und fahren jede Stunde. Das Ticket wird im Büro von Volcano gekauft und meist kann man sich schon einen Platz im Bus aussuchen. Der Preis für die ca. 280 km beträgt ungefähr 7 Euro.

 

Ruanda: Die Busse der Volcano-Linie

Die Busse der Volcano-Linie

 

Von Kigali aus dauert die Fahrt fünf bis sechs Stunden – je nachdem, wie schnell die Aus- und Einreiseformalitäten an der Grenze erledigt sind. Bis zur Abfahrt ist der Bus meist komplett voll. Und beim Gepäckverstauen kann man oft schon einen Eindruck des afrikanischen Erfindungsgeistes miterleben. Es passt immer alles hinein und los geht’s!

 

Der Bus ist (fast) voll.

Der Bus ist (fast) voll.

 

Ruanda wird auch das „Land der tausend Hügel“ genannt. Warum, merkst du schnell: Der Bus folgt einer kurvenreichen Strecke bergauf und bergab. Kigali liegt auf knapp 1.600 m Höhe, unterwegs geht es noch wesentlich höher hinauf.

Und überall siehst du grün: Reisfelder und Gemüsebeete für Maniok, Süßkartoffeln, Erbsen und Bohnen, Bananenstauden, ausgedehnte Mais-, Getreide- und vor allem immer wieder Reisfelder, Tee- und Kaffeeplantagen.

Unterbrochen wird dieses Grün nur vom Rotbraun der Erde und den bunten Kleidern der Frauen am Straßenrand.

 

Burundi

Frauen auf dem Weg ins nächste Dorf.

 

Das ändert sich auch nach der Grenze in Burundi nicht. Was sich jedoch ändert, ist der Fahrstil. Wurden in Ruanda die dort sehr strengen Verkehrsregeln korrekt beachtet, wird auf burundischer Seite auf die Tube gedrückt. Trotzdem: es ist einfach ein Erlebnis, diese Strecke zu fahren.

 

Grenze zwischen Ruanda und Burundi

Die Grenze zwischen Ruanda und Burundi

 

Auf den letzten 40 Kilometern ändert sich allmählich die Landschaft und die Vegetation. Nachdem mit über 2.200 Metern der höchste Punkt der Strecke erreicht worden ist, wird es zunehmend flacher, Palmen und Bananenstauden bestimmen jetzt überwiegend das Bild. Und kurze Zeit später kommst du auf dem Busbahnhof von Bujumbura an.

 

4 Kommentare

Annegret

vor 4 Jahren

Hallo Bärbchen Tolle Fotos Ich beneide Dich! Las es Die gut gehen und ich freue mich über weitere Berichte. Liebe Grüße Annegret

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Huebscher

vor 4 Jahren

Liebe Annegret, ich bin zur Zeit tatsächlich zu beneiden, denn ich bin in Bujumbura, der Hauptstadt von Burundi - direkt am Tanganjikasee! Hier bin ich zu einer Hochzeit eingeladen. Ein burundischer Freund, den ich vor zweiJahren kennengelernthabe, heiratet am Samstag: ganz traditionell. Und vorher treffe ich viele meiner anderen Freunde hier. Natürlich werde ich darüber auch berichten. Du kannst also weiterhin gespannt sein. Ich freue mich sehr darüber, dass Du meinen Blog liest. Lass es Dir auch gut gehen. Viele liebe Grüße, Bärbel

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Kilian

vor 4 Jahren

Servus Barbara, mit den zusätzlichen Bildern macht dein Beitrag ganz schön was her. Respekt. Cool, dass du die Frauen so "echt" fotografiert hast. Das war bestimmt ein tolles Erlebnis mit den Einheimischen zu plaudern;) Kilian

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Huebscher

vor 4 Jahren

Hallo Kilian, stimmt, es immer ein wirkliches Erlebnis, mit den Menschen zu sprechen. Viele sind sehr neugierig, wollen alles wissen, was ich gut verstehen kann. Und Frauen wollen oft nicht fotografiert werden. Das respektiere ich natürlich. Die beiden hier haben sich anfangs sehr geziert. Aber als ich dann Kinder fotografiert habe und ihnen ihr Foto im Display der Kamera gezeigt habe, wollten sie auch. Auf dem Land ist es oft schwierig, sich direkt mit den Menschen zu unterhalten, weil sie oft nur Kirundi sprechen. Aber irgendwie klappt es dann doch immer. Viele liebe Grüße, Bärbel

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