Facebook und mein Blinddate auf Sansibar

Wegen eines Fehlers in Facebook zu einem Blinddate nach Sansibar

 

Sansibar

Facebook und Freundschaft

Ich habe lange gezögert, mich überhaupt in Facebook anzumelden. Irgendwann hat mir ein Freund eine Freundschaftsanfrage geschickt – und dann war ich dabei. Sehr zögerlich allerdings – zumindest am Anfang.

Immer noch ist Facebook für viele Leute, die ich kenne, nicht das Medium, von dem sie sich vorstellen können, Freunde zu finden. Viele schrecken davor zurück, wollen mit Facebook & Co. nichts zu tun haben.

Positive Erfahrungen mit Facebook

Ich selbst habe nur positive Erfahrungen gemacht, habe sehr viele interessante Menschen durch Facebook kennengelernt.

Mit einigen von ihnen verbindet mich heute eine echte Freundschaft – mit einer Geschichte, wie alle Freundschaften.

Und eine dieser Geschichten will ich hier erzählen.

Eine Geschichte über Facebook

Gerade zu Beginn meiner „Facebook-Zeit“ habe ich nach Gleichgesinnten gesucht:

Leute, die sich für Afrika interessieren, die den Kontinent bereisen, die fotografieren und gerne lesen.

Und wenn ich dann fündig wurde, habe ich eine Freundschaftsanfrage versendet. Außerdem hatte ich es mir zur Gewohnheit gemacht, mich kurz vorzustellen: wer ich bin, was ich tue und warum ich den- oder diejenige „auserwählt“ habe.

Der Fotograf und der Antiquar

Irgendwann hatte ich wieder einmal zwei Männer zu meinen Freunden erkoren – und sie haben mir geantwortet, haben sich ebenfalls vorgestellt:

Fotograf der eine, Antiquar der andere. Das klang gut. Auch ihre Arbeitsorte Bielefeld und Augsburg haben sie mir verraten.

Bei meinen Antworten ist mir dann ein grober Fehler unterlaufen. Ich habe die Infos der beiden vertauscht!

Peinlich, aber es war nun einmal geschehen: Ich habe dem Antiquar, der in Augsburg wohnte – vorgeschlagen, mal bei ihm vorbeizuschauen, wenn ich – wie ich es damals des Öfteren tun musste – von Köln nach Hannover fahre.

Ein Bier auf Sansibar

Schnell wurde mir mein Fehler klar, als ich die Antwort bekam: irritiert ironisch könnte man sie beschreiben. Auf meine Erklärungsversuche erhielt ich ähnlich ironische Antworten.

Wort-Ping-Pong.

Mein letzter Versuch: „Wie kann ich diesen Fauxpas denn wieder gut machen?“

Antwort: „Mit einem Bier auf Sansibar!“ –

Ich: „Wann?“

Er: „Im September““

Meine Antwort: „Ich denke drüber nach!“

Ein Blinddate auf Sansibar

Das war im März. Im Juni eine neue Nachricht über Facebook: „Wie sieht es denn jetzt mit dem Bier auf Sansibar aus?“

Und ich will es gleich verraten: ich bin im September nach Sansibar geflogen und wir haben uns getroffen. (Ein günstiger Flug war natürlich wie immer schnell über Jetcost gefunden.)

Zu einem Blinddate, denn bis dahin kannten wir nur unsere Fotos auf Facebook. Hatten nicht einmal miteinander telefoniert.

Sansibar: das ist ein mystischer und klangvoller Name, ein Ort, den man kaum mit Worten beschreiben kann. Und so war auch mein Blinddate bzw. die Zeit, die wir dort miteinander verbrachten.

Deshalb versuche ich es erst überhaupt nicht und erzähle den Rest mit Fotos, die ich während dieser traumhaften Zeit gemacht habe.

Erstes Treffen im Mercury´s

Nur noch so viel: als Treffpunkt hatten wir das „Mercury´s“ am Strand von Stone Town vereinbart. Freddy Mercury ist in Stone Town geboren, hat die ersten Jahre seines Lebens dort verbracht und ihm zu Ehren gibt es dieses Restaurant.

Noch etwas, was mir Bauchkribbeln verursacht(e).

Für „das (Begrüßungs-)Bier auf Sansibar“ war das „Mercury´s“ genau die richtige Wahl.

Sansibar, Stonetown, Mercury´s

Das Mercury´s – Ansicht von der Straßenseite.

 

Erinnerungen an Freddy.

Erinnerungen an Freddy.

 

Mercury´s, Mercurys, Stone Town, Stonetown, Sansibar

Das Mercury´s – Ansicht von der Strandseite. Unser erstes Treffen, abends, bei Kerzenlicht und ….

 

... mit Blick aufs Meer!

…. mit Blick aufs Meer!

 

Stone Town

Den ersten Tag haben wir in der Insel-Hauptstadt verbracht und uns dort umgesehen.

 

Die Hauptstadt der Insel Sansibar ist Sansibar Stadt. Das historische Zentrum "Stone Town" gehört seit 2000 zum Weltkulturerbe.

Die Hauptstadt der Insel ist Sansibar Stadt. Das historische Zentrum „Stone Town“ gehört seit 2000 zum Weltkulturerbe.

 

Eintauchen in´s Getümmel der Marktstraßen.

Eintauchen in´s Getümmel der Marktstraßen.

 

Immer gut gelaunt - auch wenn mal einer im Weg steht.

Die Sansibaris: Immer gut gelaunt.

 

Die kleinen getrockneten Fische bekommt man an jeder Ecke.

Die kleinen getrockneten Fische bekommt man an jeder Ecke.

 

Stone Town, Stonetown, Sansibar

Bananen im Überfluss.

 

Auf dem Fischmarkt in Stone Town.

Auf dem Fischmarkt in Stone Town.

Mittagspause in Stone Town

 

Frisch Gegrilltes findet man an jeder Ecke....

Gegrilltes findet man an jeder Ecke ….

 

... und ein leckeres Geträck dazu auch: frisch gepresstes Zuckerrohr.

… und ein leckeres Geträck dazu auch: frisch gepresstes Zuckerrohr.

Begegnung mit der Geschichte: Sansibars unrühmliche Vergangenheit als Sklaveninsel

 

Denkmal für die Sklaven bei der anglikanischen Kirche - unweit des Darajani-Marktes.

Denkmal für die Sklaven bei der anglikanischen Kirche – unweit des Darajani-Marktes.

 

Denkmal für die Sklaven bei der anglikanischen Kirche - unweit des Darajani-Marktes.

Denkmal für die Sklaven bei der anglikanischen Kirche – unweit des Darajani-Marktes.

 

 Unterwegs: zuerst Richtung Norden bis Nungwi

 

Sansibar, Unguja, Stone Town, Stonetown

Wächter über die Insel: die Hauptinsel des Sansibar-Archipels heißt Unguja. Wir fahren jetzt nach Norden.

 

Ankommen im Dorf: wir werden beobachtet.

Ankunft in Nungwi: wir werden beobachtet.

 

Ein Haus auf Stelzen, direkt am Strand und für uns alleine.

Ein Haus auf Stelzen, direkt am Strand und für uns alleine.

 

Bald geht die Sonne unter.

Bald geht die Sonne unter.

 

Der nächste Morgen

 

Es hat geregnet - die Fischer waren in der Nacht unterwegs und sind zurück.

Es hat geregnet – die Fischer waren in der Nacht unterwegs und sind zurück.

 

Bei den Fischern: Der Fang wird begutachtet.

Bei den Fischern: Der Fang wird begutachtet.

 

Nungwi, Unguja, Sansibar, Fischer

Hier liegen die großen Fische des nächtlichen Fangs.

 

Nungwi, Unguja, Sansibar, Fischer

Der Fang der Nacht ….

 

... bereit zum Abtransport.

… bereit zum Abtransport.

 

Ein Nachzügler.

Ein Nachzügler.

 

Auf dem Weg zum Regenbogen.

Auf dem Weg zum Regenbogen.

 

Bei Ebbe liegen die Boote fest.

Bei Ebbe liegen die Boote fest.

 

Das Landesinnere von Sansibar

Spice Tour: ein Muss auf der berühmtesten Gewürzinsel der Welt

 

Nelken

Nelken

 

Pfeffer

Pfeffer

 

Vanille

Vanille

 

Im „Zanzibar Butterfly Center“

 

Mit Unterstützung des WWF wurde 2008 ein Projekt zur Erhaltung der einheimischen Schmetterlinge eröffnet.

Mit Unterstützung des WWF wurde 2008 ein Projekt zur Erhaltung der einheimischen Schmetterlinge eröffnet.

 

Schmett

Die Dorfbewohner sind an der Weiterzucht beteiligt und verdienen sich so ein kleines Nebeneinkommen.

 

Im Jozani Forest Reserve

 

Das Jozani Forest Reserve ist die letzte zusammenhängende Urwaldfläche Sansibars.

Das Jozani Forest Reserve ist die letzte zusammenhängende Urwaldfläche Sansibars.

 

Hier leben die letzen ca. 250 Roten Colobusaffen, die als stark bedroht gelten.

Hier leben die letzen ca. 250 Roten Colobusaffen, die als stark bedroht gelten.

 

An der Ostküste in Paje

 

Unser Hotel für einige Tage: "Paje by Night".

Unser Hotel für einige Tage: „Paje by Night“.

 

Einsamer Traumstrand am Indischen Ozean.

Einsamer Traumstrand am Indischen Ozean.

 

Fischerboot bei Ebbe.

Fischerboot bei Ebbe.

 

Paje´s Kinder ....

Paje´s Kinder ….

 

.... posieren für uns.

…. posieren für uns.

 

Algenanbau im seichten Wasser ....

Algenanbau im seichten Wasser ….

 

.... wird ausschließlich von ....

…. wird ausschließlich von ….

 

Algenbäuerin, Paje, Sansibar, Unguja

…. Frauen betrieben.

 

Diese Erläuterung des Algenabaus habe ich später im Nationalmuseum in Stone Town gefunden.

Diese Erläuterung des Algenanbaus habe ich später im Nationalmuseum in Stone Town gefunden.

 

Zurück nach Stone Town

Mein Antiquar war von Paje aus zurück nach Deutschland abgereist.

Ich hatte noch zwei Tage Zeit bis zu meinem Rückflug.

Die habe ich genutzt, um mir Stone Town noch einmal genauer anzusehen:

 

Ein Riesenficus

Ein Riesenficus in der Nähe des Mercury´s

 

Lebendige Kolonialzeit.

Lebendige Kolonialzeit.

 

Das Nationalmuseum.

Heute Nationalmuseum, früher Residenzpalast der Sultane.

 

Rissige Fassaden.

Rissige Fassaden.

 

Bröckelnde Architektur.

Bröckelnde Architektur.

 

Faszinierende Vergangenheit.

Faszinierende Vergangenheit.

 

Gasse in der Altstadt.

Gasse in der Altstadt.

 

Ein Gelehrter oder ist er nur müde?

Wunderbar geschnitzte Türen: Wahrzeichen von Sansibar!

 

Alt und neu!

Altes Wahrzeichen und nicht ganz neues Fortbewegungsmittel.

 

Sansibar, Stone Town, Stonetown, Sansibari

Eine hübsche kleine Sansibari begleitet mich ein Stück.

 

Abschied: Ich werde ganz bestimmt wiederkommen!

 

8 Kommentare

Birgitt

vor 5 Jahren

Sehr schöne Bilder! Das macht Lust auf mehr ... viele liebe Grüße aus dem Kölner Süden, Birgitt

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Huebscher

vor 5 Jahren

Das freut mich sehr. Komm doch heute Abend zum Live-Painting!

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German

vor 5 Jahren

Das sind sehr schöne, stimmungsvolle Bilder, bei den ich Deine Liebe für die Sache sehr gut erkennen kann! Bravo! Lieben Gruß und bis Sonntag, German

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Huebscher

vor 5 Jahren

Vielen Dank, German! Sansibar ist ja auch ein ganz besonderes Fleckchen Erde! Und erst recht, wenn man sich dort auf ein Blinddate verabredet! Liebe Grüße und bis Sonntag, Bärbel

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Nasser

vor 5 Jahren

zauberhaft unvorstellbar

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Huebscher

vor 5 Jahren

Das stimmt: es war zauberhaft und unvorstellbar schön!

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FETHI GUIZANI

vor 5 Jahren

Hallo Barbara, ich habe mich auf Ihre Bilder gefreut, Bravo... Sie haben wirklich fleissig gearbeitet, Ich hoffe das wir bei der ITB Berlin uns treffen können! bis denn und viele warme gruesse aus TUNESIEN fethi GUIZANI Open Tunisia L.T.T

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Huebscher

vor 5 Jahren

Hallo Fethi Guizani, danke für das Lob. Ja, ich werde zur ITB kommen und freue mich auf ein Treffen mit Ihnen. Viele liebe Grüße aus Köln, Barbara

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