Ruanda

Das kleine Binnenland im Osten Afrikas wird umschlossen von vier Ländern: im Norden von Uganda, im Osten von Tansania, im Süden von Burundi und ein großer Teil der westlichen Grenze zur Demokratischen Republik Kongo (DRC) verläuft mitten durch den Kivusee.

Mit 26.339 km² ist Ruanda kleiner als das Bundesland Brandenburg. Das Staatsgebiet liegt hauptsächlich auf einer Hochebene: die durchschnittliche Höhe beträgt 1.500 Meter und daher ist das Klima trotz unmittelbarer Äquatornähe mit einer mittleren Tagesdurchschnittstemperatur von 18 ° eher mild.

Wegen der vielen kleinen und großen Berge wird es auch „Land der tausend Hügel“ genannt.

Ruanda ist das am dichtesten besiedelte Land auf dem afrikanischen Festland. Von den etwa 11 Millionen Einwohnern leben nur ca. 16 % in Städten, mehr als 90 % leben von der Landwirtschaft. Angebaut wird Reis, Mais und sonstiges Getreide, Tee und Kaffee und Gemüse wie Maniok, Süßkartoffeln, Erbsen und Bohnen und natürlich Bananen.

 

Ruanda, Land der tausend Hügel

Alles ist grün: Felder, auf denen Reis und Gemüse angebaut wird.

 

Ruanda besitzt ein sehr gut ausgebautes Straßennetz. Unternimmt man eine Rundfahrt durch Ruanda und beginnt damit im Süden des Landes, ist Butare, das intellektuelle und kulturelle Zentrum, ein guter Ausgangspunkt. Von dort aus erreicht man in Richtung Westen sehr schnell das zentrale Hochplateau, das hier zur Kongo-Nil-Wasserscheide ansteigt, wo noch einige ursprüngliche Waldbestände vorhanden sind.

Diese befinden sich im Nyungwe Nationalpark, einem 970 km² großen Waldgebiet in Westruanda, dem 2005 der Status „Nationalpark“ zuerkannt wurde. Er schützt das Ökosystem eines der besterhaltenen tropischen Bergwälder in ganz Ostafrika. Es handelt sich um ein Berg- und Regenwaldsystem auf dem westlichen Ausläufer des Ostafrikanischen Riftsystems (Great Rift Valley), das auf einer Höhe zwischen 1.600 m und 2.950 m liegt und ein regelrechtes Wanderparadies ist.

Nahe der Wasserscheide zwischen den Flusssystemen des Nil und des Kongo liegt die im Jahr 1898 entdeckte Quelle des Rukarara-Nyabarongo, des ruandischen Nil-Quellflusses. (Der andere, südlichere Quellfluss des Nil liegt in Burundi.) Das Klima hier ist relativ kühl.

Fäht man nun Richtung Norden, erreicht man bald das östliche Ufer des Kivusees, einem Grabenbruchsee des Ostafrikanischen Riftsystems. Afrikakenner bezeichnen den 1.450 m hoch gelegenen See als den schönsten der „Großen Seen Afrikas“. Tief eingeschnittene Buchten, steil aufragende Bergketten und vorgelagerte Inseln: dieses Panorama bietet sich, macht man etwa auf halber Strecke entlang des Sees im Städtchen Kibuye Halt.

 

Kivusee im Morgengrauen in Ruanda

Kivusee im Morgengrauen

 

Noch etwas weiter im Norden Liegt der „Parc National des Volcans“ bei den Virunga-Vulkanen. Dort können die letzten Berggorillas besucht werden. Hier lebte und arbeitete die bekannte Gorillaforscherin Dian Fossey von 1967 bis 1985.

 

Blick auf die Virunga-Vulkane in Ruanda

Blick auf die Virunga-Vulkane

 

Im Osten des kleinen Landes ändert sich die Landschaft: das hügelige Kernland am Rande des Zentralafrikanischen Grabenbruchs fällt zur Ebene des Viktoriasees hin ab. Hier findet man ausgedehnte Savannenlandschaften mit vielen kleinen Sumpfgebieten.

Die landschaftliche Vielfalt kann im Parc National de l´Akagera, dem einzigen geschützten Savannengebiet Ruandas bestaunt werden.

Wer Vögel beobachten möchte, ist in Ruanda genau richtig: hier gibt es eine der zahlenmäßig höchsten Vogeldichten in Afrika und viele Reisen finden als „Birding Safaris“ mit speziell ausgebildeten Guides statt.

 

Webervogel

Webervogel

 

Kigali, heute mit etwas mehr als einer Million Einwohnern die größte Stadt Ruandas, wurde 1907 vom damaligen Residenten der deutschen Kolonialverwaltung Richard Kandt gegründet, einem deutschen Arzt und Afrikaforscher. Die Stadt breitet sich auf vielen Hügeln zwischen zwei hohen Bergen (Mt. Kigali 1.850 m; Mt. Jali 2.000 m) aus und gleicht einer riesigen Streusiedlung.

 

Blick auf Kigali, der Hauptstadt von Ruanda

Blick auf Kigali

 

Kigali ist eine moderne Metropole mit breiten Boulevards, gepflegten Grünanlagen, Hochhäusern, Banken, Cafés, Restaurants und Hotels in jeder Preisklasse. Und einer lebendigen Kunstszene.

Hierzu gibt es in meinem Reiseblog eine fünfteilige Artikelserie.

 

Künstler in Kigali, der Hauptstadt von Ruanda

Künstler in ihrem Atelier in Kigali

 

Dieses Video gibt Ihnen einen kurzen Überblick über dieses wunderschöne kleine Land in Ostafrika (Created by MammothMedia.tv).

 

Das Land ist klein, doch es gibt so viel zu entdecken.

Hier finden Sie ein paar „fertige“ Beispiele. Genau so oder so ähnlich könnte Ihre erste Reise nach Ruanda verlaufen:

5 Tage Birding im Nyungwe-Forest Ruanda

6 Tage Gorillas im Vulkan-Nationalpark Ruanda

8 Tage Akagera und Nyungwe-Forest Ruanda

 

Darüber hinaus:

  • Individuelle und maßgeschneiderte (Rund-)Reisen, Safaris, Trekkings und Expeditionen.

Alle Preise und sonstigen Informationen zu den maßgeschneiderten Touren in Ruanda erahren Sie auf Anfrage. Bitte nutzen Sie dafür das Kontaktformular.

Haben Sie Interesse und/oder weitere Rückfragen? Bitte schreiben Sie mir und senden Ihre Wünsche und Fragen.

Ich antworte umgehend. Versprochen!

 

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