Malawi

Sehr bekannt ist Malawi – „The Warm Heart of Africa“ – bei uns nicht. Auch nicht als Reiseland. Dabei hat dieses relativ kleine Land so viel zu bieten. Am bekanntesten ist wohl der Malawisee mit seiner weltweit höchsten (Fisch-)Artenvielfalt.

Malawi ist ein Binnenland, liegt im Südosten Afrikas und zählt zu Zentral Afrika. Seine Nachbarn sind Tansania im Norden, Mosambik im Osten und Sambia im Süden und Südwesten.

 

Malawi, Malawisee

Sonnenuntergang am Malawisee

 

Ich war im April 2016 dort und habe meine Eindrücke von der Reise in einem Beitrag auf meinem Reiseblog veröffentlicht. Wer Lust und Zeit hat, kann ihn hier lesen: Malawi Reise ins „Warme Herz von Afrika“

 

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Hier einige weitere Infos über die drei Regionen, in die man Malawi unterteilt:

 

Nord Malawi

Landschaft

Charakteristisch für den Norden des Landes sind die schönen Berglandschaften. Von Zentral-Malawi aus zieht sich ein bewaldeter Bergrücken nach Norden und bildet das Viphya-Hochland, ein hügeliges Plateau, das sich bis zu 1.800 m Höhe erhebt. An den Grenzen zu Sambia und Tansania gibt es weitere Bergketten, die die Malingu-Berge (2.100 m) und das Misuku-Bergland (2.000 m) mit einschließen. Die sanft geschwungene Landschaft des Nyika-Plateaus, das sich bis zu 2.500 m erhebt, wird auch als „Walrücken“ bezeichnet. Dessen Rand allerding – insbesondere im Nordosten, wo es an das Rift-Valley stößt, fällt steil und klippenartig ab.

Tiere

Nyika bietet nicht nur eine einzigartige Landschaft, sondern ist zugleich auch Malawis größter Nationalpark, von zahlreichen Tierarten bevölkert, einschließlich großer Pferde- und Eland-Antilopenherden. Nord-Malawis anderes geschütztes Gebiet ist das Vwaza Marsh-Wildreservat, das deutlich tiefer liegt und die übliche Buscherfahrung bietet.

Malawisee

Die nördlichen Bergketten beeinflussen auch die Landschaft des Seeufers, die in diesem Gebiet recht dramatisch sein kann: Fischerörtchen, die auf klippenartigen Steilhängen liegen und im Wesentlichen nur mit dem Boot zu erreichen sind. Chintheche hat vielleicht einen der schönsten Sandstrände am Malawisee. Nkhata Bay ist eine geschäftige Hafenstadt, bedeutend für die Fischindustrie. Etwas entfernt vom nördlichen Seeufer – hoch oben auf einem Plateau – liegt bei Chitimba die Livingstonia-Mission, eine Siedlung, deren faszinierende Geschichte bis ins 19. Jahrhundert zurückreicht.

Die nördlichste Stadt am See ist Karonga, bedeutendes archäologisches Zentrum mit einem Museum, das die lokale Geschichte von prähistorischen Zeiten bis heute darstellt. Die skelettartigen Überreste des Malawisaurus sind in der Gegend um Karonga freigelegt worden wie auch die ältesten menschlichen Überreste des Landes. Südöstlich über den See, bereits in mosambikanischen Gewässern, befindet sich Likoma Island. Die Insel verfügt nicht nur über wunderschöne Sandstrände, sondern auch über eine von Missionaren gebaute Kathedrale. Einen Katzensprung entfernt – bereits auf dem Festland von Mosambik – liegt Manda Wilderness, ein 120.000 ha großes Gemeindegebiet, das vollkommen unberührte Wildnis und weiße Sandstrände bietet.

 

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Lodge am Malawisee

Zentral-Malawi

Landschaft

Zahlreiche Flüsse und vereinzelte Inselberge prägen die Landschaft des Zentralafrikanischen Hochplateaus. Obwohl nicht ganz so hoch und markant wie in anderen Gebieten, gibt es auch in dieser Region Berglandschaften und einige Naturschutzgebiete: das Dzalanyama Forest Reserve liegt südwestlich von Lilongwe und ist bekannt für seine Vogelwelt. Das Dedza-Hochland, Dedza-Salima Forest Reserve, Thuma Forest Reserve, Dowa Highlands und Ntchisi Forest Reserve erstrecken sich östliche der Hauptstadt entlang des Rift Valleys.

 

Malawi

Wie alt dieser Baum wohl schon ist?

 

Tiere

Nördlich von Ntchisi befindet sich das Nkhotakota Wildlife Reserve – eine echte Wildnis bestehend aus Miombo-Wald – durch das der beeindruckende Bua River fließt. Dieses noch vollkommen unberührte Gebiet mit seiner Vielfalt an Flora und Fauna beginnt sich langsam dem Tourismus zu öffnen. Das andere große Schutzgebiet in Zentral-Malawi ist der Kasungu-Nationalpark: ein großes Gebiet mit Wald, Busch und Savannen. Einst war er Malawis größter Nationalpark, doch durch jahrelange Wilderei hat sich der Tierbestand hier drastisch reduziert.

Malawisee

Senga Bay ist mit nur 1,5 Fahrstunden vom Flughafen Lilongwe aus der am nächstgelegene Ort am Malawisee. Er bietet einige Hotels und Lodges direkt an schönen Sandstränden sowie ein kleines Waldreservat. Weiter nördlich – direkt am See – die die Örtchen Nkhotakota, das für seine Geschichte als einstiges Zentrum des Sklavenhandels bekannt ist, und Dwangwa, in dessen Umgebung hauptsächlich Zuckerrohr angebaut wird.

 

Süd-Malawi

Landschaft

Durch diese Region fließt der Shire, der vom Malawisee kommend dem Rift Valley folgt. Im äußersten Süden, wo der Fluss über die Grenze nach Mosambik fließt, wird das Lower Shire Valley weit und flach. Hier befindet sich der niedrigste Punkt des Landes, nur knapp einhundert Kilometer von Malawis höchster Erhebung entfernt, dem Mount Mulanje. Mit über 3.000 m ist er der höchste Berg Zentralafrikas, bestehend aus einem Massiv mit Gipfeln und Tälern, das nur zu Fuß erreichbar ist.

 

Tee, Malawi

Teeplantage

 

Zwischen Mulanje und Blantyre liegt Thyolo, das Teeanbaugebiet Malawis. Die landschaftlich sehr schön liegenden Tee- und Kaffeeplantagen können ohne Probleme besichtigt werden. Gleichzeitig trifft man in dieser Gegend auf viel kolonialen Einfluss. Nördlich von Mulanje liegt das andere große Berg-Massiv der Region, das Zomba-Plateau. Das einem Tafelberg ähnelnde Plateau erreicht eine Höhe von 2.080 m. Man kann bis auf die Spitze der Hochebene fahren oder wandern und atemberaubende Ausblicke genießen.

Tiere

Süd-Malawi verfügt über mehr Nationalparks und Wildreservate als jeder andere Teil des Landes. Allein drei davon befinden sich im Lower Shire Valley: Das Majete Wildlife Reserve liegt westlich des Shire-Flusses und ist seit August 2012 ein „Big-Five-Reserve“. Der Lengwe-Nationalpark, direkt an der Grenze zu Sambia gelegen, bietet viele Antilopenarten, einschließlich Nyalas. Das Mwabwi Wildlife Reserve, im äußersten Süden, wird als „community-based“-Projekt weiterentwickelt. Die in der Nähe liegende Elephant Marsh – einst Heimat tausender Elefanten – ist heute aufgrund ihrer Vogelwelt bekannt. Weiter nördlich – am Oberlauf des Shire-Flusses – liegt der Liwonde Nationalpark, Malawis bedeutendstes Tierschutzgebiet, das neben Fuß- und 4×4-Safaris auch Boot-Safaris anbietet.

 

Shire Fluss, Majete Wildlife Reserve, Malawi

Elefanten am Shire Fluss – im Majete Wildlife Reserve

 

Malawisee

Als letzter Nationalpark im Süden und als besonderer seiner Art gibt es den Lake Malawi National Park am Cape Maclear, seit 1984 UNESCO-Weltnaturerbe. Wasser und Fische sind hier geschützt Zwischen dem Hafen von Monkey Bay und dem historischen Mangochi findet man in Malawi die meisten Hotels und Lodges entlang einer langen Küste mit wunderschönen Sandstränden. In Süd-Malawi findet man zwei weitere Seen: den Malombe-See, eine Ausweitung des Shire, und den Chilwa-See, ein bedeutendes Feuchtgebiet.

 

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